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Press Release

28. October 2015

Chapati-Design schafft farbige Brücke zwischen Morgen- und Abendland

• Erfolgsgeschichte des Modelabels eng mit Bazaar Berlin verknüpft

• Faire Rohstoffe und faire Arbeitsbedingungen sind Teil der Firmenphilosophie

• Bazaar Berlin vom 18. bis 22. November 2015

Berlin, 28. Oktober 2015 – Ein Faible für natürliche Stoffe und extravagante Schnitte hatte Hamid Mohammadi schon immer. Doch erst nach einem Besuch des Import Shop Berlin im Jahre 1997 machte der junge Diplom-Ingenieur für Kunststofftechnik seine Leidenschaft zum Beruf. Ein Jahr später kam die erste Kollektion auf den Markt – mit vier Schnitten und insgesamt 400 Stücken. Heute gehören zu Chapati-Design acht Ladengeschäfte in Berlin und ein Franchise-Unternehmen in Nürnberg. Geschäftsführer Mohammadi und seine 32 Mitarbeiter beliefern rund 190 Wiederverkäufer und eine Vielzahl von Endverbrauchern in Europa und Übersee.

Zwischen dem ersten Gespräch mit einem indischen Bekleidungshersteller und den heutigen Geschäftserfolgen liegen 18 Jahre – und in jedem November eine Beteiligung am Import Shop, dem heutigen Bazaar Berlin. Hamid Mohammadi: „Mit dem ‚Import Shop‘ hat alles angefangen. Er hat uns über all die Jahre begleitet, ist gewissermaßen zu einem zweiten Zuhause für Chapati-Design geworden. Wir schätzen seine weltoffenen Besucher und nutzen die Veranstaltung zugleich als Werbung für unsere Läden. Wir freuen uns schon auf das nächste ‚Heimspiel‘ – den Bazaar Berlin 2015.“ Chapati-Design wird sich in diesem Jahr in den Hallen 18 und 15.1 präsentieren.

Chapati ist mehr als Brot

Der Name des Modelabels kommt aus dem Indischen: Chapati heißt übersetzt Brot. Das Brot zum Leben verdienen, Selbständigkeit und Unabhängigkeit erlangen, das verbindet der Gründer von Chapati mit seinem Firmennamen.

Der vor Jahren aus dem Iran geflüchtete Mohammadi verweist im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingsdebatte auf offizielle Zahlen, wonach aktuell 42 Prozent aller in Deutschland lebenden Migranten selbständig sind. „Ein Fünftel aller Gründer in Deutschland sind Migranten und mehr als 40 Prozent von ihnen beschäftigen Mitarbeiter. Das spielt in den aktuellen Diskussionen leider kaum eine Rolle“, sagt der heute 49-Jährige.

Chapati bedeutet aber nicht nur Lohn und Brot für die Mitarbeiter in Deutschland. Die Kleidungsstücke werden bei einem Hersteller in Indien produziert, inzwischen in der zweiten Generation. Die 148 Arbeiterinnen und Arbeiter erhalten monatlich ein Festgehalt. „Das schließt Arbeit unter Zeitdruck dauerhaft aus“, meint Hamid Mohammadi.

Er fügt hinzu: „Den Familien, die mit Chapati ihr Brot verdienen, helfen wir direkt und unbürokratisch.“ So wurde mit dem Produzenten ein Zuschlag auf die Einkaufspreise vereinbart, wodurch die Beschäftigten einen zusätzlichen Bonus in Höhe eines 13. Monatsgehaltes bekommen. „Das wird seit 2013 zum Fest der Lichter Diwali ausgezahlt, bei dem die Familien traditionell zusätzliche Ausgaben haben.“

Neben fairen Arbeitsbedingungen und Direkthilfe für die Beschäftigten legt Chapati großen Wert auf die Auswahl der Rohstoffe für seine Textilien. „Wir verwenden seit Sommer 2013 einen ständig wachsenden Anteil an Bio-Baumwolle“, erläutert Mohammadi. „Inzwischen wird fast 80 Prozent unserer Kollektion aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle hergestellt.“ Damit unterstützt Chapati den biologischen Anbau, bei dem keine umweltschädlichen Substanzen verwendet werden und das Land weniger Wasser benötigt.

Eine farbige Brücke zwischen Morgen- und Abendland

Auf dem Bazaar Berlin vom 18. bis 22. November wird Chapati-Design mit seinen neuesten Kollektionen für Frauen, Männer und Kinder vertreten sein. Da stehen wieder die außergewöhnlichen Kreationen aus natürlichen Stoffen im Mittelpunkt. Firmengründer Mohammadi sieht die Kollektion als eine „bunte Brücke zwischen Orient und Okzident“. Er wird auch in diesem Jahr die Gelegenheit nutzen, mit alten und neuen Kunden über die Chapati-Philosophie zu sprechen: „Das Leben ist ein Ornament aus Menschen aller Farben, aller Sprachen, Bilder und Gesänge. Chapati webt einen Stoff, in dem Du Frieden träumst, ihn anlegst wie ein Gewand, ihn weiterreichst mit dem Lächeln des Wiedererkennens am Anderen, am Fremden, der Freund wird.“ Und er wird die Besucher am Stand von Chapati-Design bestimmt fragen: „Finden Sie nicht auch, dass diese Philosophie heute aktueller denn je ist?“

Mehr unter http://chapati.de/

Über Bazaar Berlin

Als „Partner des Fortschritts“ im Jahre 1962 gestartet, findet die internationale Verkaufsausstellung für Kunsthandwerk, Schmuck, Textilien und Wohnaccessoires seit 2014 unter dem Namen „Bazaar Berlin“ statt. Rund 40.000 Besucher kommen alljährlich im November in die Messehallen am Berliner Funkturm, um außergewöhnliche Geschenke aus aller Welt für sich und zum Verschenken zu erwerben. Im vergangenen Jahr hatte der neue Ausstellungsbereich für Fairen Handel – der FAIR TRADE MARKET – erfolgreich Premiere. Veranstalter des Bazaar Berlin ist die Messe Berlin GmbH.

Mehr unter www.bazaar-berlin.de.